Bilduntertext: v.L.: Wilfried Marquardt, Willi Falter, Heiko Tennert, Jochen Rietdorf
Bilduntertext: v.L.: Wilfried Marquardt, Willi Falter, Heiko Tennert, Jochen Rietdorf


Liebe Reichelsheimerinnen und Reichelsheimer,

 

Großes Insektenhotel am zertifizierten Panoramaweg R8

Jagdpächter Wilfried Marquardt hat in Eigenregie eine künstlich geschaffene Nist- und Überwinterungshilfe für Insekten gebaut und am zertifizierten Panoramaweg "Zwischen Erz und Stein", dem R8 oberhalb des Gasthauses "Zum Ostertal" aufgestellt. Der Wanderweg führt um Ober-Ostern, Erzbach und Rohrbach. Ein Insektenhotel - also ein Hotel für Insekten? Wozu sollte das gut sein? Ist es nicht so, dass Insekten schon aufgrund ihrer Größe überall unterkommen und deshalb weder eine komfortable Unterkunft noch einen Urlaub benötigen? Leider nein, Mittlerweile hat sich nämlich die Naturlandschaft durch den intensiven menschlichen Eingriff so stark gewandelt, dass nur noch wenige natürliche Lebensräume für Insekten vorhanden sind. Abhilfe kann hier ein Insektenhotel schaffen, welches den kleinen Insekten beim Nisten und Überwintern hilft.


Kurz gesagt ist ein Insektenhotel eine Unterkunft für bestimmte Insekten, die für Gärtner und Menschen nützlich sind. Diese Insekten werden auch als Nützlinge bezeichnet. In das Insektenhotel können einzelne Insekten einziehen und das ganze Jahr ein Zimmer "mieten". In dieser Zeit entwickeln sich die von ihnen abgelegten Eier zu erwachsenen Insekten. Nicht nur in der freien Natur, auch in Gärten helfen viele Nützlinge wie Hummeln, Wildbienen, Schlupf-, Falten-, Grab-, oder Wegwespen, Flohrfliegen oder Ohrwürmer durch Bestäubung und als kostenlose biologische "Schädlingsbekämpfer" das ökologische Gleichgewicht zu bewahren.


Bei einem Ortstermin konnten sich kürzlich Ortsvorsteher Willi Falter, der Kulturamtsleiter der Gemeinde Reichelsheim, Jochen Rietdorf und der Pressewart der Hegegemeinschaft Reichelsheim, Heiko Tennert vom Insektenhotel überzeugen, dass umrahmt von Sträuchern und Hecken entlang des Feldweges einen sehr guten Standort gefunden hat.


Aktiver Klimaschutz vor Ort durch unsere Landwirte

Getreu dem Motto, "wer ist Greta Thunberg", haben wir auf dem 2. Bild ein Beispiel von praktischen Klimaschutz hier vor Ort. Wir sehen die Tochter unseres Landwirtes und Mitglieds der Gemeindevertretung Matthias Eitenmüller bei der Anlage eines 80 m langen Blühstreifens.

Ihr Bürgermeister
Stefan Lopinsky