Es war einmal ...

Es war einmal ...

In jedem Jahr am Ende des goldenen Oktobers gab es einst ein märchenhaftes Wochenende im sagenumwobenen Odenwalde.

Da trafen sich in fröhlichem Miteinander Alt und Jung in den Straßen und auf Plätzen, in Sälen und Zelten. Es war ein gar herrliches Markttreiben, laut und bunt mit Essen und Trinken. Wundersame Geschichten, Theater, Puppenspiel, Vorträge zu Märchen erfreuten die Herzen der Menschen und alles war vorbereitet für das 25-jährige Jubiläum dieser einzigartigen Reichelsheimer Märchen- und Sagentage im Jahre 2020.

Dann kam die Corona-Pandemie in alle Lande mit Leid und Tod. Die Menschen durften sich nicht mehr frei bewegen und sollten nach Möglichkeit zu Hause bleiben. Straßen und Plätze, Wirtschaften und Säle waren leer und verlassen und es konnte kein großes fröhliches Jubiläum mehr geben.



Aber nun nach langer Wartezeit, Einschränkungen und Belastungen kann es ein kleines fröhliches Fest geben:

Eine „Märcheninsel“ für Reichelsheim in und vor der Reichenberghalle vom 29. bis 31. Oktober 2021 mit dem Motto „Schlösser, Schlüssel, Spiegel - verborgene Botschaften im Märchen“.

Da könnte man nun märchenhaft philosophieren: Mit der Impfung gegen Corona gibt es einen Schlüssel für vielleicht neue Schlösser, die sich öffnen. Welche Spiegel wurden uns vorgehalten, welche Botschaften ergeben sich nun daraus…???

Geboten wird jedenfalls wieder ein feines literarisches Programm im Rahmen eines märchen- und sagenhaften Wochenendes in Reichelsheim in der Reichenberghalle und zwei neue Preisträger für den jährlichen traditionellen Wildweibchenpreis werden gekürt: Klaus Ensikat für 2020 und Werner Holzwarth für 2021.


Aber nun nach langer Wartezeit, Einschränkungen und Belastungen kann es ein kleines fröhliches Fest geben:

Eine „Märcheninsel“ für Reichelsheim in und vor der Reichenberghalle vom 29. bis 31. Oktober 2021 mit dem Motto „Schlösser, Schlüssel, Spiegel - verborgene Botschaften im Märchen“.

Da könnte man nun märchenhaft philosophieren: Mit der Impfung gegen Corona gibt es einen Schlüssel für vielleicht neue Schlösser, die sich öffnen. Welche Spiegel wurden uns vorgehalten, welche Botschaften ergeben sich nun daraus…???

Geboten wird jedenfalls wieder ein feines literarisches Programm im Rahmen eines märchen- und sagenhaften Wochenendes in Reichelsheim in der Reichenberghalle und zwei neue Preisträger für den jährlichen traditionellen Wildweibchenpreis werden gekürt: Klaus Ensikat für 2020 und Werner Holzwarth für 2021.

Klaus Ensikat ist einer der anerkanntesten Bilderbuchillustratoren. Mit feinen genauen Strichen und leuchtenden Aquarellfarben hat er nicht nur Märchenbücher illustriert und viele Auszeichnungen erhalten. Zuletzt 2010 den Großen Preis der deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur e.V. für sein Lebenswerk und die Nominierung für den Deutschen Jugendliteraturpreis für Die Bibel. Das alte Testament.

Der Kinderbuchautor Werner Holzwarth hatte 1989 seinen ersten großen Erfolg mit „Vom kleinen Maulwurf, der wissen wollte, wer ihm auf den Kopf gemacht hat“. Mehr als 20 weitere Titel folgten, seit 2012 ist er hauptberuflich Autor, vorher war er Professor für Visuelle Kommunikation in Weimar.

Nach der offiziellen Eröffnung der „Märcheninsel“ am Freitag, 29.10.21 um 17:30 Uhr wird der Wildweibchenpreis in einem Festabend mit musikalischer Begleitung an die beiden Preisträger verliehen.
Das literarische Programm bietet an den folgenden Tagen Vorträge von sieben ehemaligen Preisträgern, die gerne wiederholt zu diesem Jubiläum nach Reichelsheim gekommen sind.

Ein umfassender Büchertisch steht dem Publikum an allen Tagen in der Reichenberghalle zum Stöbern zur Verfügung.
 
Es beginnt spannend mit Wilhelm Solms, Professor im Ruhestand aus Marburg, Preisträger von 2011, ehemaliger Vizepräsident der Europäischen Märchenstiftung und Leiter zahlreicher Märchenforen. Was wird sich verbergen hinter seinem Titel: „Märchenschlösser: Traumhafte Residenzen oder Gefängnisse?“

Rosemarie Tüpker aus Münster war die letzte Preisträgerin aus 2019 mit dem Forschungsschwerpunkt Musik zum Märchen. Mit ihrem Beitrag: „Musik und Symbol - Interkulturelle Erkundungen am Beispiel eines Märchens aus Birma“ entführt sie ihr Publikum nach Südostasien.

Eine besondere Art der Lesung bietet Reinhard Michl aus München, indem er seine Märchen und Geschichten mit einem Stift in Szene setzt. R. Michl war Wildweibchenpreisträger 2010, hat bei namhaften deutschen und internationalen Verlagen über 100 Bücher illustriert und war wiederholt auf der Auswahlliste des Deutschen Jugendliteraturpreises.

Ab 16:00 Uhr haben dann die neuen Preisträger Klaus Ensikat und Werner Holzwarth Gelegenheit sich und ihre Arbeiten vorzustellen und beenden damit das literarische Programm am Samstag.

Der Sonntagvormittag startet mit der Märchenerzählerin Angelika Schreurs aus Düsseldorf, die auch das Programm am Nachmittag beenden wird. Viele werden sich an die mitreißende Erzählerin aus den vergangenen Märchen- und Sagentagen erinnern und dürfen neugierig sein auf „Den Spiegel der Wahrheit“ und ihren Abschluss „… wenn der Schlüssel nur passt.“

Mit dem Vortrag von Prof.Dr. Hans-Jörg Uther aus Göttingen, Wissenschaftler der Erzähl-/Sprach- und Märchenforschung, werden „Märchenschlösser und Sagenburgen“ erkundet. Er ist Wildweibchenpreisträger von 2017 und Unterstützer zahlreicher vergangener Märchen- und Sagentagen, die er mit spannenden Vorträgen passend zu den jeweiligen Themen bereichert hat.

Über Spiegel und Symbole spricht im Anschluss die wissenschaftliche Erzählforscherin Dr. Barbara Gobrecht aus der Schweiz. Sie war Wildweibchenpreisträgerin von 2018 und beschäftigt sich in ihrem Vortrag „Von Zauberspiegeln, giftigen Äpfeln und sieben großen Zwergen - Symbole im Schneewittchen-Märchen“ mit diesem besonders symbolträchtigen Märchen.

Mit „Liebes-Geheimnisse in einer alten persischen Dichtung“ geht es noch einmal in die weite Welt mit Prof.Dr. Kristin Wardetzky aus Berlin, Initiatorin zahlreicher Erzähltheaterprojekte, Förderung der Kinder- und Jugendliteratur und wiederholt in Reichelsheim zu Gast u.a. als Wildweibchenpreisträgerin 2018.

Gleiches gilt für Karola Graf aus Himmelstadt, die in Reichelsheim bereits 2013 damit geehrt wurde. Spannend wird es für ihre Zuhörer, wenn es heißt: "...und als sie in den Spiegel sah... - Wenn sich das Schicksal wendet".

Diese Veranstaltungen finden alle in der Reichenberghalle statt.

Auf dem Gelände vor der Halle gibt es ein „Märcheninsel-Kulturprogramm“. Hier tummeln sich Gaukler, Zauberer und Puppenspieler. Es gibt Kindertheater und Musikprogramm auf einer Hauptbühne, einer kleinen Bühne und in einem Märchenzelt. Auch für das leibliche Wohl wird mit mittelalterlichem Flair gesorgt.
 
Mit einem verkaufsoffenen Sonntag bereichert der Reichelsheimer Gewerbeverein dieses märchenhafte Wochenende mit zahlreichen Attraktionen im Rahmen der geltenden Corona-Vorschriften, die selbstverständlich auch bei allen Veranstaltungen auf der Märcheninsel eingehalten werden.

(Ines Einsporn-Lochschmidt)